Warum die richtige Größe entscheidend ist
Zu kleine Geräte laufen dauerhaft am Limit, kühlen schlecht und verbrauchen mehr Strom. Zu große Geräte takten ständig, entfeuchten schlechter und sind lauter. Die richtige Dimensionierung spart Kosten und sorgt für leisen, effizienten Betrieb.
Schnelle Faustformel (Startwert)
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Gut gedämmt / Neubau: ca. 60–80 W/m²
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Normale Dämmung: ca. 90 W/m²
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Schwache Dämmung / Altbau: ca. 110–130 W/m²
Für Wohnräume im Bestand passt häufig ~90 W/m² als Startwert. Anschließend Korrekturen (Fenster, Ausrichtung, Personen, Geräte).
Tabelle: Empfohlene Kühlleistung nach Raumgröße (Normale Dämmung, ~90 W/m²)
| Raumgröße | Berechnung | Ergebnis (kW) | Übliche Gerätegröße |
|---|---|---|---|
| 15 m² | 15 × 0,09 kW | 1,35 kW | 1,5–2,0 kW (5–7k BTU) |
| 20 m² | 20 × 0,09 kW | 1,80 kW | 2,0–2,5 kW (7–9k BTU) |
| 25 m² | 25 × 0,09 kW | 2,25 kW | 2,5 kW (≈ 9k BTU) |
| 30 m² | 30 × 0,09 kW | 2,70 kW | 3,5 kW (≈ 12k BTU) |
| 35 m² | 35 × 0,09 kW | 3,15 kW | 3,5 kW (≈ 12k BTU) |
| 40 m² | 40 × 0,09 kW | 3,60 kW | 4,0–5,0 kW (14–18k BTU) |
| 50 m² | 50 × 0,09 kW | 4,50 kW | 5,0 kW (≈ 18k BTU) |
BTU-Umrechnung: 1 kW ≈ 3412 BTU/h (2,5 kW ≈ 8500 BTU ≈ „9k BTU“, 3,5 kW ≈ 12k BTU, 5,0 kW ≈ 18k BTU).
Korrekturfaktoren (addieren)
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Süd-/Westfenster, Dachgeschoss, starke Sonneneinstrahlung: +10–20 %
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Jede zusätzliche Person (über 1 Person hinaus): +0,10 kW
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Wärmequellen (Küche/Hardware/Beleuchtung): +0,2–0,5 kW je nach Nutzung
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Sehr gute Dämmung/Nordlage: –10 % möglich
Rechenbeispiele
Beispiel 1 – Schlafzimmer 22 m², normale Dämmung, Nordfenster, 1 Person
22 × 0,09 kW = 1,98 kW → nächstgrößer wählen: 2,5 kW (≈ 9k BTU).
Beispiel 2 – Wohnzimmer 30 m², Südfenster, 2 Personen, TV/PC (~0,2 kW)
30 × 0,09 = 2,70 kW
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15 % Sonne = +0,405 kW → 3,105 kW
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1 zusätzliche Person = +0,10 kW → 3,205 kW
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Geräte ~ +0,20 kW → ≈3,40 kW → 3,5 kW (≈ 12k BTU) passt.
Beispiel 3 – Dachstudio 18 m², schwache Dämmung
18 × 0,12 = 2,16 kW
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15 % Dachgeschoss = +0,324 kW → ≈2,48 kW → 2,5 kW wählen.
Häufige Fehler (und wie man sie vermeidet)
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Nur nach m² gehen – ignoriert Fenster, Personen, Geräte → immer Korrekturen prüfen.
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Zu große Geräte – häufiges Takten, schlechte Entfeuchtung → passend dimensionieren.
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„Kälte zieht schon rüber“ bei Multi-Split – gleichzeitige Lasten realistisch ansetzen.
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Nicht an Entfeuchtung denken – richtige Größe = angenehm trocken-kühl, nicht nur kalt.
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Außengerät unterschätzen – Platz, Lautstärke und Luftführung von Beginn an planen.
Split vs. Multi-Split: Kurzüberblick
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Single-Split: ein Raum, sehr effizient, leise, günstiger Einstieg.
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Multi-Split: mehrere Räume, ein Außengerät; sinnvoll, wenn Fassade/Platz limitiert. Lastgleichzeitigkeit beachten (nicht alle Innengeräte volle Leistung gleichzeitig).
Checkliste vor dem Kauf
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Raumgröße + Dämmstandard notieren
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Fensterflächen/Ausrichtung und Dachgeschoss prüfen
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Personenanzahl & typische Geräteleistung
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Gewünschtes Betriebsprofil (Tag/Nacht, Kühlung/Heizen)
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Außengerät-Standort (Abstand, Luftstrom, Schallemission)
FAQ
Wie viel kW pro m² sind sinnvoll?
Als Startwert: 60–80 W/m² (gut gedämmt), 90 W/m² (normal), 110–130 W/m² (schwach gedämmt). Danach mit Korrekturen anpassen.
Reicht 2,5 kW für 25–30 m²?
Für 25 m² (normal) ja. Für 30 m² oft zu knapp, besonders bei Südfenstern/Dachgeschoss → eher 3,5 kW.
Was bedeutet 9k/12k/18k BTU?
Das sind gerundete BTU/h-Klassen: ~2,5 kW (9k), ~3,5 kW (12k), ~5,0 kW (18k).
Kann ich mit Multi-Split alle Räume gleichzeitig stark kühlen?
Je nach Außengerät nicht immer mit voller Leistung pro Raum gleichzeitig. Die kombinierte Maximalleistung beachten.
